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Der erste Missbrauch

Ich war zwölf.

Ich war zwar sehr unbeliebt, aber trotzdem durch Zwang in vielen Vereinen tätig.

Unter anderem auch im Schützenverein.

Und so war ich am Freitag denm 20.12.2013 auch mal wieder beim schießen.

Niemand versteht warum ich das Schießen mit so viel negativem verbinde...

Doch das liegt daran, dass ich diese Geschichte noch niemandemerzählt habe.

Mein richtiger Vater war ebenfalls bei den Schützen und begleitete mich deshalb immer.

Manchmal saßen wir bis spät in die Nacht am Stammtisch des Wirtshauses in dem auch der Schießstand war.

Und so auch an diesem Tag.

Ich hatte an diesem Abend sehr viel Wasser in sehr kurzer Zeit (4.5l in 2 Stunden) getrunken und die ganze Kohlensäure ließ mich so fühlen als hätte ich getrunken.

Im Nebenzimmer hatte sich eine Jugendgruppe aus dem Dorf zusammengefunden und feierten.

Nach einiger Zeit kam einer der Kerle aus dem Zimmer zu uns und gesellte sich mit an den Tisch.

Er setzte sich neben mich und ich konnte aus dem Augenwinkel wahrnehmen wie ich von ihm beobachtet wurde.

Nachdem ich unbemerkt aus dem Bierglas meines Vaters getrunken hatte, bot er mir ein Bier an.

Ich willigte ein und er verließ den das Zimmer.

Kurze Zeit darauf verließ auch ich den Raum, unter dem Vorwand, dass ich kurz auf die Toitlette gehe.

Wir gingen in die Männertoilette und er drückte mir das Bier in die Hand.

Er hatte schon ziemlich viel getrunken und das merkte man ihm auch an.

Die Männer gingen ein und aus und von jedem bekam ich einen überraschten Blick.

Als wir wieder alleine waren fragte er mich ob ich denn schon einmal einen Kerl geküsst habe.

Als ich daraufhin mit nein antwortete, kam er auf mich zu und fragte mich ob ich es nicht einmal ausprobieren möchte.

Er drückte mich gegen die Wand und versuchte mich zu küssen.

Ich wollte das nicht.

Ich sagte ihm, dass ich das nicht will und, dass er damit aufhören soll.

Doch er ignorierte es.

Ich presste meine Lippen aufeinander.

Er versuchte seine Zunge in meinen Mund zu stecken, doch ich ließ es nicht zu.

Plötzlich fuhr er mich an und schrie mir schon fast entgegen, dass ich endlich meine scheiß Fresse aufmachen soll.

Ich zuckte zusammen.

Sein Griff wurde immer fester.

Eingeschüchtert machte ich meinen Mund ein kleines Stück auf.

Zufrieden machte er weiter.

Nachdem immer mehr Männer hereinkamen und das Ganze unterbrachen, packte er mich am Arm und zerrte mich aus der Toilette und schleifte mich nach draußen.

Dort machte er weiter.

Ich flehte ihn an er solle doch bitte aufhören, doch das interessierte ihn nicht.

Nachdem er bemerkte, dass auch hier viele Meschen waren ging er mit mir hinter das Gasthaus.

Er presste mich gegen einen Holzhaufen.

Es tat weh.

Das Holz spießte mich von hinten auf.

Ohne lange zu zögern begann er mich auszuziehen.

Mein Flehen und Betteln war ihm immer noch egal.

Ich hatte Angst vor ihm.

Er fing an mich überall anzufassen.

Ich musste es über mich ergehen lassen.

Ich konnte mich nicht wehren.

Nur immer weiter flehen.

Er fragte mich ob ich denn Kondome dabei hätte.

ich schüttelte nur den Kopf.

Ich traute mich nicht mit ihm zu sprechen. 

Kurze Zeit darauf erlaubte er mir mich wieder anzuziehen.

Als ich fertig war packte er mich erneut und versuchte mir zu erklären, dass wir nun zu ihm nach Hause gehen werden.

Ich blieb stehen.

Ich versuchte ihm verständlich zu machen, dass mein Vater hier auf mich wartete und, dass ich nicht einfach so abhauen kann.

Den wenn es etwas gibt vor dem ich mehr Angst habe als vor ihm, sind es meine Eltern.

Er bettelte mich an und versprach mir das Taxi zu zahlen.

Wir waren nicht mehr alleine.

Menschen waren misstrauisch geworden und brachten das durch ihre Blicke zum Ausdruck.

Er konnte mir nichts mehr tun. 

Ich riss mich los und lief zurück richtung Gasthaus.

Ich betrat den Raum, doch mein Vater war nicht da.

Nach kurzem Suchen fand ich ihn schließlich. 

Er stand draußen und redete mit zwei Menschen.

Einer davon war ER.

Natürlich wurde ich von ihm angebrüllt was ich mir eigendlich einfallen lasse...

Was ich gemacht habe, habe ich verschwiegen und ihn stattdessen angelogen. 

Ich habe bis heute niemandem die Wahrheit gesagt.

10.11.16 18:15


Böse Erinnerung

Es war die Zeit zu der ich noch getrunken habe.

Du kanntest meinen jetzigen Vater.

Du warst mindestens zehn Jahre älter als ich.

Ich lernte dich durch den Opa meiner jetzigen Familie kennen.

Es war Bierzelt-Zeit.

Du hast von Anfang an ein Auge auf mich geworfen.

Du warst mir unsympatisch, doch das ließ ich mir nicht anmerken.

Mein Opa dachte, dass wir beide gut zusammenpassen würden.

Du hast dich von seinen Worten ermutigen lassen.

Ich hatte getrunken.

Ich habe das was ihr geredet habt nicht verstanden.

Ich habe dir nicht nicht gesagt, dass ich kein Interesse an dir hab.

Ich kann Menschen schlecht abweisen.

Außerdem dachte ich, das versteht sich von selbst.

Schließlich war ich doch erst vierzehn und du schon Mitte zwanzig.

Du hast mir Zigaretten gegeben um dich bei mir einzuschleimen.

Ich habe sie angenommen ohne an irgendetwas Böses zu denken.

Ich habe gezwungenermaßen den ganzen Nachmittag mit dir verbracht.

Du hast sehr viel geredet.

Als ich nach Hause wollte, wolltest du mich begleiten.

Auf diese Idee bist du nur durch meinen Opa gekommen.

Ich habe versucht euch klar zu machen, dass ich den Weg auch alleine schaffe.

Dich ließen die Worte kalt. 

Du hieltst an deinem Wunsch fest.

Ich gab nach.

Du warst glücklich.

Der Weg erschien mir von Anfang an unangenehm.

Bis du mich plötzlich an dich zogst um mich zu küssen.

Ich versuchte mich zu wehren, aber dein Griff war zu fest.

Ich drehte meinen Kopf zur Seite, doch davon liest du dich nicht abhalten.

Du nahmst meinen Kopf und hieltst ihn zwischen deinen Händen fest.

Immer wieder sagst du mir, dass du doch nur einen Kuss willst.

Den Kuss hast du dir letzendlich selbst geholt.

Du packtest meinen Arm damit ich nicht weglaufen konnte und wir gingen weiter.

Du begleitetest mich bis zum Ende der Unterführung, an der du deinen Abschiedskuss einfordern wolltest.

Wieder fest in deinem eisernen Griff, musste ich mich deinen Küssen hingeben.

Du lässt mich los.

Keine Sekunde später renne ich auch schon nach Hause.

Weg von dir.

Ich fühle mich benutzt.

Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Ich will alleine sein.

Ich schaue nicht zurück.

Selbst wenn du mich verfolgen solltest, will ich dein Gesicht nicht sehen.

Ich bin zu Hause angekommen, doch anstatt ins Haus zu gehen und mich irgendwo einzusperren, renne ich an unserem Haus vorbei.

Ich laufe richtung Wald.

Dort kann ich alleine sein.

Dort kann ich weinen.

Dort kann ich schreien.

Meine Emotionen überwältigen mich.

Alles was ich fühle ist Hass.

Hass auf dich...

Noch heute bekomme ich Angstzustände, wenn ich dich sehe.

10.11.16 16:17


Wieso?

Wieso kann ich nicht glücklich sein?

Ich bin doch schon so lange nicht mehr dort.

Ich habe jetzt eine bessere und verständnisvollere Familie.

Und dennoch ist es wieder eine dieser Nächte in denen ich nicht schlafen kann.

Zu viele Erinnerungen quälen mich.

Bauchschmerzen und Kopfschmerzen halten mich vom Schlafen ab.

Fragen an dich rauben mir den Verstand.

Die Sehnsucht ist unerträglich.

Der Wunsch nach Liebe und Zuneigung macht mich traurig.

Ich weiß nicht was ich fühlen und denken soll.

Der Drang etwas zu trinkenist unersättlich...

Aber ich muss clean bleiben.

Für meine Familie.

Für mich selbst.

Ich darf nicht wieder so werden wie früher.

Mir ist heiß.

Ich schwitze obwohl die Temperatur angenehm ist.

Das stechen in meinem Kopf lässt mich nicht mehr richtig denken.

Ich habe keine Musik.

Ich bin kurz davor durchzudrehen.

Mein Kopf droht zu explodieren.

Ich bin müde und gleichzeitig wach.

Ich fühle mich alleine.

Verlassen...

Ich kann mich auf nichts konzentrieren.

Ich fühle mich schwach.

Alles tut mir weh.

Jeder einzelne Muskel fühlt sich so an als würde er reißen.

Die Schmerzen werden immer intensiver.

Sie zerstören mich.

Mir ist übel.

Ich realisiere gar nichts mehr.

Es fühlt sich so an als würde ich sterben.

10.11.16 15:17


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