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Wieso?

Wieso kann ich nicht glücklich sein?

Ich bin doch schon so lange nicht mehr dort.

Ich habe jetzt eine bessere und verständnisvollere Familie.

Und dennoch ist es wieder eine dieser Nächte in denen ich nicht schlafen kann.

Zu viele Erinnerungen quälen mich.

Bauchschmerzen und Kopfschmerzen halten mich vom Schlafen ab.

Fragen an dich rauben mir den Verstand.

Die Sehnsucht ist unerträglich.

Der Wunsch nach Liebe und Zuneigung macht mich traurig.

Ich weiß nicht was ich fühlen und denken soll.

Der Drang etwas zu trinkenist unersättlich...

Aber ich muss clean bleiben.

Für meine Familie.

Für mich selbst.

Ich darf nicht wieder so werden wie früher.

Mir ist heiß.

Ich schwitze obwohl die Temperatur angenehm ist.

Das stechen in meinem Kopf lässt mich nicht mehr richtig denken.

Ich habe keine Musik.

Ich bin kurz davor durchzudrehen.

Mein Kopf droht zu explodieren.

Ich bin müde und gleichzeitig wach.

Ich fühle mich alleine.

Verlassen...

Ich kann mich auf nichts konzentrieren.

Ich fühle mich schwach.

Alles tut mir weh.

Jeder einzelne Muskel fühlt sich so an als würde er reißen.

Die Schmerzen werden immer intensiver.

Sie zerstören mich.

Mir ist übel.

Ich realisiere gar nichts mehr.

Es fühlt sich so an als würde ich sterben.

10.11.16 15:17


Du

Du bist mir letztens wieder eingefallen.

Ich habe damals viel Zeit mit dir verbracht.

Ich habe oft mit dir getrunken.

Wir hatten beide einen ziemlich gleichen Musikgeschmack.

Du bist zwei Jahre jünger als ich.

Genau wie meine Schwester.

Und du bist auch der, der meine Schwester missbraucht hat.

Du hast die Situation ausgenutzt.

Meine Unzurechnungsfähigkeit war dein Vorteil.

Dass meine Schwester ebenfalls angefangen hat zu trinken, kam dir gelegen.

Wir haben es ihr erlaubt damit sie uns nicht verpfeift.

Ich wusste was ihr macht, wenn ihr beide verschwandet.

Doch ich konnte nichts tun.

Du warst stärker als ich. 

Sie hat es über sich ergehen lassen.

Warum? Das weiß ich nicht.

Vielleicht hatte sie Angst vor schläge.

Vielleicht hat sie es gar nicht mitbekommen.

Aber ich habe es mitbekommen.

All deine Annäherungsversuche habe ich ignoriert. 

Ich habe sie abgewehrt.

Es bestand immer die Gefahr, dass du ausrastest.

Einmal hättest du mich sogar fast erwürgt.

Ich habe versucht mich zu wehren.

Ich hatte keine Chance.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt habe ich gemerkt , dass ich nichts tun kann.

Warum du das getan hast weiß ich nicht.

Vielleicht wolltest du deine Männlichkeit zum Ausdruck bringen.

Vielleicht wolltest du deine Aggressionen an uns auslassen.

Vielleicht hast du aber auch nur ein geringes Selbstwertgefühl.

Du hattest keinen Respekt.

Vor nichts.

Deine Augen haben verraten was für ein grausamer Mensch du bist.

Das letzte Mal als ich dich traf warst du betrunken.

Du wolltest mit mir über gute alte Zeiten reden.

Zu diesem Zeitpunkt war die Erinnerung noch verdrängt.

Ganz tief in mir drin.

Ich weiß nicht ob du dich geändert hast.

Ich weiß nur, dass meine Schwester immer noch Zeit mit dir verbringt.

Sich mit dir voll laufen lässt.

Wie früher.

Ich bin nicht mehr abhängig von dir.

Du hast mich genauso runtergezogen wie die anderen.

Ich habe dich nur ertragen, wenn ich betrunken war.

Wir hatten nur Spaß, wenn wir betrunken waren.

Jedes Wochenende.

Du wusstest nicht, dass ich auch ohne dich getrunken habe.

Jeden Tag.

Wie viel Zeit ich mit dir verbracht habe.

Wie oft wir uns getroffen haben nur um eine Zigarette zu rauchen.

Wie viel Dreck wir gemeinsam erlebt haben.

Wie viele Erinnerungen, über dich, ich verdrängt habe.

Ich bin mir sicher, dass das nicht alles war.

Ich warte nur darauf bis die nächste Erinnerung wieder kommt.

Ich weiß nicht ob du das alles noch weißt oder ob du die Erinnerung auch verdrängt hast.

Es ist mir nur wichtig, dass du weißt, dass ich dich und deine Taten nicht vergessen habe.

8.11.16 19:04


Krank

Ich weiß, dass ich krank bin.

Niemand muss mir das sagen.

Ihr beschimpft mich.

Ihr hasst mich.

Ich sollte euch hassen.

Ihr habt mein Leben zerstört.

Doch ich kann nicht hassen.

Alles was ich fühle ist Unsicherheit, Angst und Kraftlosigkeit.

Die kleinste Tätigkeit ist die Hölle.

Und ihr schlagt auf mich ein.

Ich liege schon lange am Boden.

Jeder Versuch aufzustehen wird von euch zunichte gemacht.

Ihr bezeichnet mich als hässlich. 

Als wertlos.

Als Fehler.

Manchmal wünsche ich mir tod zu sein.

Ich wünsche mir jeden Tag Therapie.

Nicht nur einmal in der Woche.

Ich wünsche mir gesund zu sein.

Ich kenne es nicht anders.

Seit ich denken kann sind die Depressionen da.

Ich war schon immer zurückgezogen.

Niemand hat, vor meiner Therapie, auch nur versucht mir zu zuhören.

Ich war schon immer allein.

Einsamkeit quält mich.

Zu viel Druck von allen Seiten.

Zu viele unangenehme Situationen.

Ich kann mit Niemandem reden.

Ich kann nur schreiben.

Selbst meine Therapeutin weiß nur die Spitze des Eisbergs.

Ich wollte nie hier sein.

Ich fühle mich unerwünscht.

Ich fühle mich unverstanden.

Ich fühle mich alleine gelassen.

Ich fühle mich ignoriert.

Ich fühle mich falsch.

Von jedem gehasst.

Ausgegrenzt.

Ich fühle mich tod.

Mal muss ich mich zum Essen zwingen und dann esse ich wieder viel zu viel.

Der heiße Herd ist schon lange nicht mehr schmerzhaft.

Mein seelischer Schmerz ist schlimmer als jeder körperliche Schmerz.

Ich rauche zu viel.

Ich zerstöre mich selbst.

Ich sterbe von innen nach außen.

In mir ist es kalt.

Wärme existiert nicht mehr.

Ich habe Angst vor der Zukunft.

Ich hoffe, dass es irgendwann besser wird.

Die Momente in denen ich wirklich glücklich bin, sind selten geworden.

Ich will nur einmal sehen wie es ist gesund zu sein.

Versteht ihr jetzt was mit mir los ist?

Seht ihr jetzt wie kaputt ich bin?

Seht ihr jetzt die Hoffnungslosigkeit?

Hört ihr jetzt meine Schreie?

Bemerkt ihr denn jetzt meine Tränen.

Ihr könnt mir nicht helfen.

Ihr macht alles nur noch schlimmer.

Alles was ihr macht lässt michnur immer tiefer fallen.

Ihr seid der Grund für meine Depression.

Ihr seid der Grund für meine Tränen.

Ihr seid der Grund für das ganze Blut.

Ich brauche euch nicht.

Ich selbst zerstöre mich genug.

Ich selbst bringe mich oft genug selbst zum Weinen.

Ihr müsst nicht noch nachhelfen.

Ihr seid wertlos für mich.

8.11.16 18:12


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