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Böse Erinnerung

Es war die Zeit zu der ich noch getrunken habe.

Du kanntest meinen jetzigen Vater.

Du warst mindestens zehn Jahre älter als ich.

Ich lernte dich durch den Opa meiner jetzigen Familie kennen.

Es war Bierzelt-Zeit.

Du hast von Anfang an ein Auge auf mich geworfen.

Du warst mir unsympatisch, doch das ließ ich mir nicht anmerken.

Mein Opa dachte, dass wir beide gut zusammenpassen würden.

Du hast dich von seinen Worten ermutigen lassen.

Ich hatte getrunken.

Ich habe das was ihr geredet habt nicht verstanden.

Ich habe dir nicht nicht gesagt, dass ich kein Interesse an dir hab.

Ich kann Menschen schlecht abweisen.

Außerdem dachte ich, das versteht sich von selbst.

Schließlich war ich doch erst vierzehn und du schon Mitte zwanzig.

Du hast mir Zigaretten gegeben um dich bei mir einzuschleimen.

Ich habe sie angenommen ohne an irgendetwas Böses zu denken.

Ich habe gezwungenermaßen den ganzen Nachmittag mit dir verbracht.

Du hast sehr viel geredet.

Als ich nach Hause wollte, wolltest du mich begleiten.

Auf diese Idee bist du nur durch meinen Opa gekommen.

Ich habe versucht euch klar zu machen, dass ich den Weg auch alleine schaffe.

Dich ließen die Worte kalt. 

Du hieltst an deinem Wunsch fest.

Ich gab nach.

Du warst glücklich.

Der Weg erschien mir von Anfang an unangenehm.

Bis du mich plötzlich an dich zogst um mich zu küssen.

Ich versuchte mich zu wehren, aber dein Griff war zu fest.

Ich drehte meinen Kopf zur Seite, doch davon liest du dich nicht abhalten.

Du nahmst meinen Kopf und hieltst ihn zwischen deinen Händen fest.

Immer wieder sagst du mir, dass du doch nur einen Kuss willst.

Den Kuss hast du dir letzendlich selbst geholt.

Du packtest meinen Arm damit ich nicht weglaufen konnte und wir gingen weiter.

Du begleitetest mich bis zum Ende der Unterführung, an der du deinen Abschiedskuss einfordern wolltest.

Wieder fest in deinem eisernen Griff, musste ich mich deinen Küssen hingeben.

Du lässt mich los.

Keine Sekunde später renne ich auch schon nach Hause.

Weg von dir.

Ich fühle mich benutzt.

Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Ich will alleine sein.

Ich schaue nicht zurück.

Selbst wenn du mich verfolgen solltest, will ich dein Gesicht nicht sehen.

Ich bin zu Hause angekommen, doch anstatt ins Haus zu gehen und mich irgendwo einzusperren, renne ich an unserem Haus vorbei.

Ich laufe richtung Wald.

Dort kann ich alleine sein.

Dort kann ich weinen.

Dort kann ich schreien.

Meine Emotionen überwältigen mich.

Alles was ich fühle ist Hass.

Hass auf dich...

Noch heute bekomme ich Angstzustände, wenn ich dich sehe.

10.11.16 16:17
 
Letzte Einträge: Wieso?, Der Alkohol, Schlaflos, Lustlos, Magersucht


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